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Startseite 20212022-01-14T11:21:02+01:00

RADKOMM.TV am 27.01.22
„Hallo Fahrradgesetz!“

Wir starten das Jahr 2022 mit einer Sendung, in der wir bewusst nur Frauen auf dem Podium haben.

Weil Frauen beim Thema Mobilität viel zu wenig zu Wort kommen.

19.00 Uhr

Teil 1: Was ändert das Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz konkret in NRW?

Grußwort von Ministerin Ina Brandes (Verkehrsministerin NRW)

Ein Gespräch mit Dr. Petra Beckefeld (Direktorin Straßen NRW), Christine Fuchs (Vorständin AGFS), Dr. Ute Symanski (Vorsitzende RADKOMM)

Moderation: Vivien Leue (Journalistin, freie Korrespondentin beim Deutschlandradio)

20.00 Uhr

Teil 2: Welche Impulse gibt das Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz für die bundesweite Verkehrswende?

Ein Gespräch mit Rebecca Peters (ADFC-Bundesvorsitzende), Ruth Hammerbacher (Fuss e.V Bundesvorständin), Sonja Thiele (RADKOMM)

Moderation: Vivien Leue

(vorläufiger Ablauf)

Unsere Referentinnen

Christine Fuchs
Christine Fuchs
ist Vorstand der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen und unterstützt die über 90 Mitgliedskommunen tatkräftig dabei, das Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz umzusetzen. Ihr Herz schlägt für die zügige Transformation der Städte mit zukunftsweisender, urbaner Mobilität mit 25 Prozent Radverkehr. Mit Unterstützungs- und Beratungsangeboten hilft sie den Städten, Gemeinden und Kreisen den Grundstein zu legen, dass ein Großteil der persönlichen Alltags- oder Freizeitwege zukünftig zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt werden kann.
Ruth Hammerbacher
Ruth Hammerbacher
ist Co-Vorständin des FUSS e.V. (Bund), Soziologin, Kommunikationsberaterin, Moderatorin und politischer Mensch. Sieht die alltägliche Lebensqualität als zentrale gesellschaftliche Aufgabe für einen nachhaltigkeitsgerechten Lebensstil. Dazu gehört es, sich ganz selbstverständlich zu Fuß zu bewegen – in einem sicheren und gesunden, barrierefreien und ansprechenden Umfeld. Zu Fuß gehen ist Verkehrs- und Gesundheits- und soziales Thema, Alltagskultur und Lebensstil. Nur fußgehfreundliche Städte können die beste Lebensqualität erreichen.
Vivien Leue
Vivien Leue
ist Journalistin, Moderatorin und immer neugierig. Über das neue Fahrradgesetz in NRW hat sie deshalb auch schon berichtet: Was muss es können und was kann es schon? Wenn sie nicht gerade für Reportagen in entlegene Regionen Nordrhein-Westfalens reist, fährt sie auch gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit.
Rebecca Peters
Rebecca Peters
ist ADFC-Bundesvorsitzende und hat sich als Verkehrsgeographin auf nachhaltige Stadtentwicklung spezialisiert. Als Bundesvorsitzende will sie vor allem das Thema „Ein ADFC“ in den Fokus rücken und über Gliederungen und alle Ebenen hinweg gemeinsam Einfluss auf die Politik nehmen und dafür die vorhandene Expertise nutzen.
„Wir können und müssen noch so viel mehr tun, um das Fahrradland zu bekommen, das uns versprochen wurde. Als Fahrradlobby müssen wir dynamisch weiterwachsen. Lasst uns dem Wandel ein Gesicht und der Verkehrswende unsere Stimme geben.“
Dr. Ute Symanski
Dr. Ute Symanski
ist davon überzeugt, dass Städte für Menschen gebaut werden müssen, statt für Autos. Und dass nur das Fahrrad wird unsere Städte retten können. Ute ist seit 10 Jahren in der Klimagerechtigkeitsbewegung engagiert und war 2014 und 2015 im Rat und Verkehrsausschuss der Stadt Köln. Ute ist Vorsitzende des RADKOMM e.V. und Mit-Initiatorin und Vertrauensperson der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad in NRW. Ute ist Kommunikationswissenschaftlerin, Organisationssoziologin, Vortragsrednerin und Autorin. Als Organisationsberaterin ist ihre Mission, Organisationen im Wissenschaftssystem und in der öffentlichen Verwaltung nachhaltiger zu machen. Ute ist Mitglied in der Jury für den deutschen Nachhaltigkeitspreis – DNP.
Sonja Thiele
Sonja Thiele
ist überzeugt, dass Menschen mehr von der Verkehrspolitik erwarten als einen Parkplatz vor der Haustür. Jeder Veränderung geht ein Kommunikationsprozess voraus. Sie möchte die positiven Auswirkungen des Radverkehrs betonen und Argumentationsfronten aufbrechen.
Landesbetrieb Straßenbau NRW
Landesbetrieb Straßenbau NRW
plant, baut und betreibt die Bundes- und Landesstraßen in NRW und befasst sich mehr und mehr mit dem Radverkehr. Und das in all seinen Facetten: Radschnellwege, Bahntrassenradwege, Bürgerradwege als auch Radwege entlang bestehender Straßen. Das Schaffen von sicheren Verkehrswegen für alle Verkehrsteilnehmer*innen ist dabei das Ziel. Über die Verkehrswende und eine erste Einschätzung zum neuen Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz wird eine Vertreterin von Straßen.NRW berichten. Wer dies sein wird, erfahren Sie in Kürze.„Wir können und müssen noch so viel mehr tun, um das Fahrradland zu bekommen, das uns versprochen wurde. Als Fahrradlobby müssen wir dynamisch weiterwachsen. Lasst uns dem Wandel ein Gesicht und der Verkehrswende unsere Stimme geben.“

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RADKOMM:
Mehr Rad macht die lebenswerte Stadt

Immer mehr Menschen fahren Rad. Vor allem in der Stadt. Weil es schnell ist, Spaß macht und nicht viel kostet. Weil es gesund hält. Weil es leise und umweltschonend ist. Und gleichzeitig den Stadtsäckel füllt. Wieso urbane Mobilität der Zukunft die Menschen wieder in den Mittelpunkt stellt. Weshalb dafür der Autoverkehr eingedämmt werden muss. Warum wir alle davon profitieren werden. Und was wir alle selbst machen können, um etwas zu verändern. Zu diesen Themen arbeitet RADKOMM.

RADKOMM ist zweierlei: ein Kongress für urbane nachhaltige Mobilität und ein gleichnamiger Verein. RADKOMM e.V. ist politisch unabhängig und überparteilich. Vorläufer der RADKOMM ist das Projekt REWK – RadExpressWegeKöln, ein Konzept zur Einrichtung eines innerstädtischen Radschnellwegs. Das Projekt REWK gewann 2013 einen Kölner Stadtentwicklungspreis.

RADKOMM initiierte 2017 die Kampagne und die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad – 25% Radverkehrsanteil bis 2025. Aufbruch Fahrrad ist die bisher erfolgreichste Volksinitiative in NRW. Rund 210.000 Menschen gaben in ganz NRW für Aufbruch Fahrrad ihre Stimme. Der Landtag NRW stimmte Aufbruch Fahrrad im Dezember 2019 in allen Punkten zu und in der Folge entsteht aktuell ein Fahrradgesetz in NRW. Damit wird NRW das erste Flächenland, das ein eigenes Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz bekommt. RADKOMM wurde gemeinsam mit dem ADFC NRW für Aufbruch Fahrrad mit dem Deutschen Fahrradpreis 2020 ausgezeichnet (2. Platz in der Kategorie Kommunikation).

2015 fand der erste RADKOMM-Kongress statt – unter dem Motto „Radfahren macht reich“. 2016 folgten die RADKOMM #2 – „Rad macht Stadt“, die RADKOMM #3 – „Stadt-Rad-Luft“ (2017), die RADKOMM #4 – „Aufbruch Fahrrad“ (2018) und die RADKOMM #5 – „Fahrrad jetzt!“(2019). Die RADKOMM #6 – „Wir sind Bewegung“ (2020) fand live und online statt. Alle RADKOMM-Kongresse sind dokumentiert auf RADKOMM.TV und können dort angeschaut werden. Vertreter*innen von beispielsweise ADFC Köln, AGORA KÖLN, FARADGANG, Kölner Sternfahrt, Kidical Mass Köln, #RingFrei Köln oder VCD Köln gestalten die RADKOMM-Kongresse mit. 2018 und 2019 organisierte RADKOMM e.V. die Kölner Fahrradsternfahrt.

Wir wollen die Mobilitätswende in den Städten
Innerhalb der Stadt soll grundsätzlich so geplant werden, dass der Fußverkehr die erste Priorität hat, dann Radvekehr und öffentlicher Verkehr, also Bus, Straßenbahnen etc. (ÖPNV) Die Planungen für privaten PKW-Verkehr ordnen sich in der Stadt der Zukunft den Bedarfen der nachhaltigen Mobilität unter. Fußverkehr, Radverkehr und ÖPNV werden zu den wichtigsten Verkehrsträgern innerhalb der Stadt. Der motorisierte Individualverkehr (der privaten Autoverkehr) wird innerhalb der Stadt für die allermeisten Menschen damit überflüssig. Das bedeutet #Mobilitätswende. Eine Stadt, die das wirklich will, teilt den Straßenraum komplett neu auf und gibt dem Fußverkehr, dem Radverkehr und dem ÖPNV den meisten Raum. Das Ziel der Verkehrs- und Stadtplanung ist außerdem die Vision Zero – also eine Verkehrsplanung die menschliche Fehler toleriert und mit einplant und so Verkehrstote und Verletzte verhindert. Das Ziel jeder Stadt in diesen Zeiten der Klimaerhitzung muss sein, den Verkehr CO2-neutral zu gestalten. Der angestrebte Modalsplit könnte zum Beispiel sein: 25% Fußverkehr, 25% ÖPNV, 40% Fahrrad, 10% PKW. Wichtige Ideen und Stichworte auf dem Weg dahin sind:

  • autofreie Innenstädte, inklusive der umgebenden Gürtelstraßen (nur noch Lieferverkehr und Anwohner*innenverkehr)
  • Einrichtung von komplett autofreien Superveedeln oder Superkiezen nach dem Vorbild der Supberblocks in Barcelona
  • Autoparkplätze im öffentlichen Raum abschaffen, nur noch Lieferzonen einrichten, alle PKW in Parkhäuser und Garagen unterbringen (Ausnahmen: Parkraum für Menschen mit Beeinträchtigungen), Parken im öffentlichen Raum findet nicht mehr statt, dadurch endlich Barrierefreiheit
  • Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit im gesamten Stadtgebiet, auch auf den innerstädtischen Schnellstraßen und Stadtautobahnen
  • in allen Wohnstraßen, die nicht für den Autoverkehr gesperrt sind, Schritt-Tempo für motorisierten Verkehr, Fußgänger*innen und Radfahrer*innen haben grundsätzlich Vorrang
  • konsequente Ausweitung von autofreien Zonen, jedes Veedel/Quartier bekommt ausgedehnte Fußgänger*innenzonen (in Köln-Ehrenfeld werden z.B. die Venloer Straße und die Landmannstraße autofrei)
  • auf allen mehrspurigen Straßen wird eine komplette Spur für den Autoverkehr gesperrt und für Radfahrende, Skaten*innen etc. vorbehalten (für Köln z.B.: Umsetzung des KölnerFahrradGürtels auf dem Gürtel)
  • Umstellung des Lieferverkehrs auf Lastenräder, Lieferzonen für Lastenräder, Gewerbebetriebe konsequent fördern, Einrichtung von Verteiler-Hubs)
  • konsequenter Ausbau von Radschnellwegen ins Umland, um den Pendelverkehr aufs Rad umzusetzen
  • öffentliche und sichtbare Wertschätzung für alle, die nachhaltige Verkehrsträger nutzen
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