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RADKOMM.TV2022-12-01T11:54:25+01:00

RADKOMM:
Mit konstruktivem Aktivismus für lebenswerte Städte und nachhaltige Mobilität

Warum unsere demokratische Gesellschaft den öffentlichen Raum als Ort der Begegnung braucht. Wieso urbane Mobilität der Zukunft die Menschen wieder in den Mittelpunkt stellt. Weshalb dafür der Autoverkehr eingedämmt werden muss. Warum wir alle davon profitieren werden. Und was wir alle selbst machen können, um etwas zu verändern. Zu diesen Themen arbeitet RADKOMM.

RADKOMM ist: ein Think Tank für urbane nachhaltige Mobilität und Stadtentwicklung und ein gemeinnütziger Umweltschutzverein. RADKOMM e.V. ist politisch unabhängig und überparteilich.

RADKOMM konzipierte und initiierte 2016 die Kampagne und die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad – 25% Radverkehrsanteil bis 2025. Wir entwickelten und koordinierten die landesweite Kampagne und schmiedeten das Aktionsbündnis Aufbruch Fahrrad, dem rund 215 Vereine und Verbände angehören. Ein solch breites Bündnis für ein Umweltschutzthema gab es in NRW noch nie. Die Vorsitzende von RADKOMM, Dr. Ute Symanski, meldete Aufbruch Fahrrad im Mai 2018 beim Landeswahlleiter NRW an und wurde damit die Vertrauensperson von Aufbruch Fahrrad. Aufbruch Fahrrad ist die bisher erfolgreichste Volksinitiative in NRW. Rund 210.000 Menschen gaben in ganz NRW für Aufbruch Fahrrad ihre Stimme. Der Landtag NRW stimmte Aufbruch Fahrrad im Dezember 2019 in allen Punkten zu und in der Folge entsteht aktuell ein Fahrradgesetz in NRW. Damit ist NRW das erste Flächenland, das ein eigenes Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz bekommen hat. Dieses Gesetzt trat zum 01.01.2022 in Kraft.

RADKOMM wurde gemeinsam mit dem ADFC NRW, den wir als Partner für die Steuerungsgruppe von Aufbruch Fahrrad gewinnen gewinnen konnten, für Aufbruch Fahrrad mit dem Deutschen Fahrradpreis 2020 ausgezeichnet (2. Platz in der Kategorie Kommunikation).

Vorläufer von RADKOMM ist das Projekt REWK – RadExpressWegeKöln, ein Konzept zur Einrichtung eines innerstädtischen Radschnellwegs. Das Projekt REWK gewann 2013 einen Kölner Stadtentwicklungspreis. 2015 fand der erste RADKOMM-Kongress statt – dem seither viele weitere Kongresse und Gesprächsformate folgten. Alle RADKOMM-Kongresse sind dokumentiert auf RADKOMM.TV und können dort angeschaut werden.

Zu unseren Gäst*innen auf unseren Veranstaltungen zählen Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Unser Ziel ist es, den konstruktiven, wertschätzenden Dialog aller zu befördern. Zu Gast waren zum Beispiel Professorin und Perspective-Daily Mitbegründerin Maren Urner, Leonie Bremer (Fridays For Future), der dänische Mobilitätsexperte Mikael Colville-Andersen (Copenhagenize), der Wiener Verkehrswissenschaftler Prof. Hermann Knoflacher, die Bundestagsabgeordnete Kathrin Henneberger, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, die Mobilitätsexpertin Katja Diehl, Jürgen Resch (Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe), der NRW-Landtagsabgeordnete und Mobilitätsexperte Arndt Klocke, die Kölner Oberbürgermeistern Henriette Reker oder der Wuppertaler Oberbürgermeister Prof. Uwe Schneidewind.

Wir brauchen die Mobilitätswende in den Städten
Innerhalb der Stadt soll grundsätzlich so geplant werden, dass der Fußverkehr die erste Priorität hat, dann Radvekehr und öffentlicher Verkehr, also Bus, Straßenbahnen etc. (ÖPNV) Die Planungen für privaten PKW-Verkehr ordnen sich in der Stadt der Zukunft den Bedarfen der nachhaltigen Mobilität unter. Fußverkehr, Radverkehr und ÖPNV werden zu den wichtigsten Verkehrsträgern innerhalb der Stadt. Der motorisierte Individualverkehr (der privaten Autoverkehr) wird innerhalb der Stadt für die allermeisten Menschen damit überflüssig. Das bedeutet #Mobilitätswende. Eine Stadt, die das wirklich will, teilt den Straßenraum komplett neu auf und gibt dem Fußverkehr, dem Radverkehr und dem ÖPNV den meisten Raum. Das Ziel der Verkehrs- und Stadtplanung ist außerdem die Vision Zero – also eine Verkehrsplanung die menschliche Fehler toleriert und mit einplant und so Verkehrstote und Verletzte verhindert. Das Ziel jeder Stadt in diesen Zeiten der Klimaerhitzung muss sein, den Verkehr CO2-neutral zu gestalten. Der angestrebte Modalsplit könnte zum Beispiel sein: 25% Fußverkehr, 25% ÖPNV, 40% Fahrrad, 10% PKW. Wichtige Ideen und Stichworte auf dem Weg dahin sind:

  • autofreie Innenstädte, inklusive der umgebenden Gürtelstraßen (nur noch Lieferverkehr und Anwohner*innenverkehr)
  • Einrichtung von komplett autofreien Superveedeln oder Superkiezen nach dem Vorbild der Supberblocks in Barcelona
  • Autoparkplätze im öffentlichen Raum abschaffen, Lieferzonen einrichten, alle PKW in Parkhäuser und Garagen unterbringen (Ausnahmen: Parkraum für Menschen mit Beeinträchtigungen), Parken im öffentlichen Raum findet nicht mehr statt, dadurch endlich Barrierefreiheit
  • Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit im gesamten Stadtgebiet, auch auf den innerstädtischen Schnellstraßen und Stadtautobahnen
  • in allen Wohnstraßen, die nicht für den Auto-Durchgangsverkehr gesperrt sind, Schritt-Tempo für motorisierten Verkehr, Fußgänger*innen und Radfahrer*innen haben grundsätzlich Vorrang
  • konsequente Ausweitung von autofreien Zonen, jedes Veedel/Quartier bekommt ausgedehnte Fußgänger*innenzonen (in Köln-Ehrenfeld werden z.B. die Venloer Straße und die Landmannstraße autofrei)
  • auf allen mehrspurigen Straßen wird eine komplette Spur für den Autoverkehr gesperrt und für Radfahrende, Skaten*innen etc. vorbehalten (für Köln z.B.: Umsetzung des KölnerFahrradGürtels auf dem Gürtel)
  • Umstellung des Lieferverkehrs auf Lastenräder, Lieferzonen für Lastenräder, Gewerbebetriebe konsequent fördern, Einrichtung von Verteiler-Hubs)
  • konsequenter Ausbau von Radschnellwegen ins Umland, um den Pendelverkehr aufs Rad umzusetzen
  • öffentliche und sichtbare Wertschätzung für alle, die nachhaltige Verkehrsträger nutzen
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Impressionen vom RADKOMM.Talk mit Katja Diehl

Copyright alle Bilder: Bozica Babic

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